Das Europäische Armutsprogramm PROGRESS wurde beschnitten, um damit ein neues Instrument für Mikrokredite zu finanzieren. Wir Grüne das im Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenfinden, dass zung ein falsches Signal ist. Zumal Mikrokredite auch aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert werden können. Das Armutsprogramm PROGRESS fördert EU-weit NRO-Projekte im Bereich der sozialne Eingliederung und im Kampf gegen Armut wie z.B. das European Anti Poverty Network (EAPN).
Mikrokredite können helfen, Unternehmen zu gründen und einen Weg aus der Krise zu finden. Der ESF ermöglicht es Mikrokredite auszuzahlen und z.B. integriert mit Trainingsmaßnahmen anzubieten (Gesamtvolumen von 76 Mrd. Euro für 2007-2013, wovon ein guter Teil für Mikrokredite zur Verfügung steht). Deutschland hat gerade eine ESF finanzierte Mikrokreditinitiative gestartet. Statt aber diese Möglichkeiten konsequent auszuschöpfen, hat die Kommission ein neues Instrument eingerichtet, mit bürokratischem Aufwand und verschwindend geringem Budget von insgesamt 100 Mio. Euro verbunden mit der Hoffnung, dass die Europäische Investitionsbank Garantien für 400 Mio. Euro vergibt. Die 100 Mio. Euro sollen aus dem EU Armutsprogramm PROGRESS finanziert werden (Gesamtvolumen nur 743 Mio. für 2007-2013). Der von den Befürwortern erweckte Eindruck, es würden neue Gelder bereitgestellt, ist falsch: In Wahrheit werden Mittel für die Unterstützung von sozial Benachteiligten umgeschichtet.